
Kleinmachnow
Kleinmachnow ist eine Gemeinde im Landkreis Potsdam-Mittelmark im Land Brandenburg. Sie liegt unmittelbar an der südwestlichen Stadtgrenze Berlins und grenzt an den Bezirk Steglitz-Zehlendorf.
Der Ort ist von viel Grün, Villen, Seen und dem Teltowkanal geprägt. Er zählt rund 20.000 Einwohner und bildet zusammen mit den Nachbarkommunen Teltow und Stahnsdorf die Region TKS im Berliner Speckgürtel.
Kleinmachnow gilt als wohlhabende Wohngemeinde. Bekannt ist der Ort außerdem für den Machnower See, die Schleuse Kleinmachnow und das Bäketal.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Bundesland | Brandenburg |
| Landkreis | Potsdam-Mittelmark |
| Amt | amtsfrei |
| Höhe | ca. 35 m ü. NHN |
| Fläche | ca. 11,4 km² |
| Einwohner | rund 20.000 |
| Bevölkerungsdichte | ca. 1.750 Einwohner/km² |
| Postleitzahl | 14532 |
| Vorwahl | 033203 |
| Kfz-Kennzeichen | PM (auch PABB, BEL) |
| Gemeindeschlüssel | 12 0 69 296 |
| Adresse der Verwaltung | Adolf-Grimme-Ring 10, 14532 Kleinmachnow |
| Bürgermeister | Michael Grubert (SPD) |
| Lage | südwestlicher Berliner Speckgürtel, Region TKS (Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf) |
| Nachbarorte | Berlin (Steglitz-Zehlendorf), Teltow, Stahnsdorf, Potsdam |
| Website | kleinmachnow.de |
Geschichte
Die Geschichte Kleinmachnows reicht bis ins Mittelalter zurück. Das Landbuch Kaiser Karls IV. hat den Ort 1375 erstmals urkundlich erwähnt. Über Jahrhunderte hat das Adelsgeschlecht derer von Hake die Entwicklung geprägt. Auf die Familie gehen die Dorfkirche aus dem späten 16. Jahrhundert und der Gutshof zurück. Bis ins 19. Jahrhundert ist Kleinmachnow ein kleines Dorf am Rande der Bäke geblieben. Es hat vor allem von der Landwirtschaft gelebt.
Das frühe 20. Jahrhundert hat den entscheidenden Wandel gebracht. Den Teltowkanal hat man 1906 eröffnet. Mit ihm und der Anbindung an Berlin hat sich der Ort schnell zur Villen- und Wohnkolonie entwickelt. Innerhalb weniger Jahrzehnte ist die Einwohnerzahl stark gestiegen. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat Kleinmachnow zur Sowjetischen Besatzungszone gehört und später zur DDR.
Die deutsche Teilung hat den Ort besonders geprägt. Mit dem Mauerbau 1961 hat Kleinmachnow unmittelbar an der Grenze zu West-Berlin gelegen. Sperranlagen haben ihn vom Nachbarbezirk Zehlendorf abgeschnitten. Erst die Wiedervereinigung 1990 hat Kleinmachnow wieder geöffnet. Danach sind lange Streitigkeiten um die Rückübertragung von Grundstücken gefolgt und ein anhaltender Bau- und Zuzugsboom. Dieser hat Kleinmachnow zu einer der wohlhabendsten Wohngemeinden im Berliner Umland gemacht.
Chronik
- 1375: Erste urkundliche Erwähnung im Landbuch Kaiser Karls IV.
- 15./16. Jahrhundert: Die Familie von Hake bestimmt als Grundherren die Geschicke des Dorfes; Bau der Dorfkirche.
- 1906: Eröffnung des Teltowkanals mit der Schleuse Kleinmachnow; Beginn der Entwicklung zur Wohnkolonie.
- 1906 bis 1908: Neugotischer Um- oder Neubau der Hakeburg.
- 1920er bis 1930er: Starkes Bevölkerungswachstum als Berliner Vorort.
- 1945: Kriegsende; Kleinmachnow kommt zur Sowjetischen Besatzungszone, ab 1949 zur DDR.
- 1961: Mauerbau; der Ort liegt direkt an der Grenze zu West-Berlin und wird abgeriegelt.
- 1989/1990: Friedliche Revolution und deutsche Wiedervereinigung.
- ab 1990: Grundstücks- und Rückübertragungsstreitigkeiten, starker Zuzug und Bauboom.