
Teltow
Teltow ist eine Stadt im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg. Sie liegt unmittelbar südlich der Berliner Stadtgrenze auf der nach ihr benannten Teltow-Hochfläche. Gemeinsam mit den Nachbargemeinden Kleinmachnow und Stahnsdorf bildet sie die Region TKS. Bekannt macht die Stadt vor allem das Teltower Rübchen. Sie nennt sich deshalb selbst Rübchenstadt. Seit der deutschen Wiedervereinigung gehört Teltow zu den am stärksten wachsenden Kommunen Brandenburgs.
Inhaltsverzeichnis
- Steckbrief
- Lage
- Stadtteile
- Geschichte
- Teltower Rübchen
- Teltowkanal
- Einwohnerzahl
- Verkehr
- Sehenswürdigkeiten
Steckbrief
| Bundesland | Brandenburg |
| Landkreis | Potsdam-Mittelmark |
| Höhe | 39 m ü. NHN |
| Fläche | 21,6 km² |
| Einwohner | 27.682 (31. Dezember 2024) |
| Koordinaten | 52° 24′ N, 13° 16′ O |
| Postleitzahl | 14513 |
| Vorwahl | 03328 |
| Kfz-Kennzeichen | PM |
| Bürgermeister | Andre Freymuth (CDU), seit 26. Januar 2026 |
| Ortsteile | Teltow, Ruhlsdorf |

Lage
Teltow liegt am nördlichen Rand des Landkreises Potsdam-Mittelmark. Bis zum Berliner Zentrum sind es rund 17 Kilometer und bis Potsdam rund 15 Kilometer. Im Norden grenzt die Stadt direkt an den Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf mit den Ortsteilen Lichterfelde und Zehlendorf. Namensgebend ist die Teltow-Hochfläche. Sie ist eine flachwellige Grundmoränenplatte aus der Weichsel-Eiszeit.
Das "Japaneck" ist das "Dreiländereck" zwischen Berlin, Teltow-Fläming und Potsdam-Mittelmark.
Nachbargemeinden und Region
Mit Kleinmachnow und Stahnsdorf bildet Teltow die Region TKS. Sie gehört zu den am stärksten wachsenden Räumen im Berliner Umland. Dieses trägt auch den Namen “Speckgürtel”.
Stadtteile
Die Stadt besteht aus den Ortsteilen Teltow und Ruhlsdorf. Zum Stadtgebiet gehören auch Wohnplätze wie Seehof und Sigridshorst.
Geschichte
- 1265: Am 6. April verleiht Markgraf Otto III. dem Ort dieselben Rechte wie Brandenburg, Berlin und Spandau. Die Urkunde gilt als erste urkundliche Erwähnung.
- 1375: Teltow erscheint im Landbuch Kaiser Karls IV. als Marktstadt und entwickelt sich zur Ackerbürgerstadt.
- 16. bis 19. Jahrhundert: Zahlreiche Stadtbrände, etwa 1520, 1711 und 1801. Dazu kommen Pestepidemien und Plünderungen im Dreißigjährigen Krieg von 1631 bis 1640.
- 1711: Nach einem schweren Brand gewinnt der Anbau des Teltower Rübchens an Bedeutung.
- 1801: Ein Brand zerstört die St.-Andreas-Kirche. Der Wiederaufbau erfolgt im Umfeld Schinkels. Die Wiedereröffnung folgt 1812.
- 1815: Teltow wird Kreisstadt des neu gebildeten Kreises Teltow.
- 1888: Eine Dampfstraßenbahn von Berlin-Lichterfelde nimmt den Betrieb auf.
- 1900 bis 1906: Bau und Eröffnung des Teltowkanals. 1901 kommt der Bahnhof dazu. Aus der Ackerbürgerstadt wird ein Wirtschaftsstandort.
- 1904 bis 1927: Zahlreiche Industriebetriebe siedeln sich an.
- 1949: Das Institut für Faserstoff-Forschung entsteht. Teltow-Seehof wird Forschungsstandort.
- 1961 bis 1990: Die Berliner Mauer trennt die DDR-Grenzstadt Teltow von West-Berlin. 1989 öffnet der Grenzübergang an der Lichterfelder Allee.
- 1991 bis 1994: Auf früherem Industriegelände entsteht einer der größten innerstädtischen Technologieparks Brandenburgs.
- 1994: Per Bürgerentscheid kommt Ruhlsdorf zu Teltow.
- 2005: Teltow bekommt mit dem Bahnhof Teltow Stadt wieder Anschluss an die Berliner S-Bahn.
Teltower Rübchen
Das Teltower Rübchen ist eine kleine, aromatische Speiserübe. Rund um Teltow bauen Gärtner sie seit über 300 Jahren an. Nach dem Brand von 1711 ist der Anbau zum wirtschaftlichen Standbein geworden. Wegen ihres intensiven Geschmacks hat die Rübe als Delikatesse gegolten und ist bis an fürstliche Tafeln gelangt. Der Überlieferung nach hat schon Johann Wolfgang von Goethe die Rübchen geschätzt. Die sandigen Böden der Hochfläche sind Voraussetzung für das Aroma. Sie machen den Anbau aber aufwendig. 1993 hat die Bezeichnung markenrechtlichen Schutz erhalten. Ein Förderverein für das Teltower Rübchen kümmert sich um Wiederbelebung und Echtheit. Nach der Rübe trägt Teltow den Beinamen Rübchenstadt.
Teltowkanal
Der Teltowkanal ist zwischen 1900 und 1906 entstanden. Er verbindet die Havel bei Potsdam mit der Dahme bei Berlin-Köpenick. Er hat die Bäke ersetzt und den Schiffsverkehr ermöglicht. Damit hat sich Teltow von der Ackerbürgerstadt zum Industriestandort gewandelt. Nördlich der Stadt bildet der Kanal abschnittsweise die Grenze zwischen Brandenburg und Berlin.
Einwohnerzahl
Am 31. Dezember 2024 hatte Teltow 27.682 Einwohner. Seit der Wiedervereinigung wächst die Stadt rasant. Neben Potsdam und Schönefeld gehört sie zu den am schnellsten wachsenden Kommunen Brandenburgs. Vor allem die Nähe zu Berlin, die gute Verkehrsanbindung und die damit verbundene Nachfrage nach Wohnraum im Umland ziehen viele Menschen nach Teltow.

Verkehr
- Schiene: Der Bahnhof Teltow Stadt ist seit 2005 Endpunkt der S-Bahn-Linien S25/S26. Dazu kommt der Regionalbahnhof Teltow.
- Straße: Anschluss besteht über die Bundesautobahn A115 (AVUS) und die Bundesstraße B101.
- Wasser: Der Teltowkanal dient dem Güter- und Freizeitschiffsverkehr.

Sehenswürdigkeiten
- Historischer Stadtkern mit Marktplatz und alten Ackerbürgerhäusern
- St.-Andreas-Kirche, nach dem Brand von 1801 im Umfeld Schinkels wiederaufgebaut
- Uferlagen entlang des Teltowkanals
- Naturräume im Ortsteil Ruhlsdorf
- TV-Asahi-Kirschblütenallee